CA:PPA – Cognitive Activation: Perspectives and Practices in Application
Kognitive Aktivierung im Unterricht: Perspektiven und Praktiken von Lehrkräften
Projektleitung:
Mitwirkende:
Projektziel:
Kognitive Aktivierung (KA) ist eine der zentralen Unterrichtsqualitätsdimensionen und steht in engem Zusammenhang mit positiven Lernergebnissen von Schüler*innen (Klieme et al., 2001). Da die Forschung in diesem Bereich überwiegend Output-orientiert ist, ist bislang unklar, wie Lehrkräfte KA verstehen und umsetzen. Schulqualitätsanalysen und erste Studienergebnisse verdeutlichen, dass KA eine Herausforderungen für Lehrkräfte darstellt (Widmer & Hess, 2024). Unser Ziel ist, Wissen und Perspektiven von Lehrkräften empirisch zu untersuchen und im Kontext aktueller Konzeptionalisierungen zu diskutieren (Reusser & Pauli, 2024).
Projektbeschreibung:
Zur Klärung, inwiefern Wissen und Handeln von Lehrkräften mit theoretischen Konzeptionalisierungen von KA (z.B. Praetorius et al., 2018) übereinstimmen und ob Erfahrungen aus der Praxis neue Forschungsperspektiven eröffnen, befragen wir in mehreren Online-Erhebungen Lehrkräfte, didaktische Leitungen und Schulleitungen aus verschiedenen Schulformen und Regionen Deutschlands dazu, was sie unter KA und kognitiv aktivierenden Aufgaben verstehen (bislang über 200 Lehrkräfte; weitere Umfragen sind geplant). Darüber hinaus erfassen die Befragungen die Herausforderungen, mit denen Lehrkräfte im schulischen Alltag im Kontext von KA konfrontiert sind. Besonders die Frage, wie ein kognitiv aktivierender Unterricht für leistungsschwächere Schüler*innen gestaltet werden kann, steht hier im Fokus.
Durch die Analyse aktueller Unterrichtspraktiken und Herausforderungen soll im Dialog mit Lehrkräften ein praxisorientiertes, gemeinsames Verständnis von KA entwickelt werden.
Entlang dieser Erkenntnisse ist ein weiteres Ziel von CA:PPA, Lehrkräften sowohl ein umfassendes Wissen über die Wirksamkeit von KA als auch praxisnahe Gestaltungshinweise zu vermitteln. Hierzu sollen Fortbildungsangebote entwickelt, durchgeführt und evaluiert werden, um Lehrkräfte bei der Planung und Umsetzung von kognitiv aktivierenden Unterrichtssettings zu unterstützen.
Vorgehensweise und Methodik:
- Literatur- und Dokumentenanalyse zur theoretischen Konzeptionalisierung und Operationalisierung von KA
- Qualitative und quantitative Analysen (Interviews, Fragebögen, Unterrichtsbeobachtungen) zur Erfassung von Perspektiven und Erfahrungen von Lehrkräften mit KA.
- Partizipative Zusammenarbeit mit Lehrkräften zur Sicherstellung der Praxisrelevanz.
- Entwicklung, Durchführung und Evaluation von Fortbildungsformaten
Laufzeit
seit Mai 2025